Stromboli

Der Wecker klingelte im Urlaub um 4:30 Uhr in unserem Bungalow in der Residence il Cicero auf Sizilien. Denn um 5:30 Uhr steht der Bus bereit, um uns nach Milazzo zum Hafen zu bringen. Echt das war nicht ganz so meine Uhrzeit im Urlaub, aber schlaftrunken habe ich doch an alles gedacht für unseren Tagesausflug. Der angebliche Bus entpuppt sich als Großraumtaxi und mit noch einem Pärchen geht es nun los. Am Hafen stehen wir dann wie Falschgeld rum, aber nicht lange denn kurze Zeit später kommt ein Reisebus und entlässt seine Fracht. Eine typische Reiseleiterin mit Regenschirm und einem Assistenten baut sich auf und verteilt die Tickets für das Schiff. Dann geht es endlich aufs Schiff und kurze Zeit später verlassen wir den Hafen. Ach ich habe noch gar nicht erwähnt, wo es hin soll, unser Ziel ist Stromboli, der wohl aktivste Vulkan Europas. Mit noch anderen Schiffen und Fähren geht es kurz nach 8 Uhr los.

Vorbei an den Liparischen Inseln, Vulkano bekannt durch den inaktiven Vulkan und seinen Schwefelbädern, welche wir bereits 1998 besucht haben. So ein Bad in den Schwefelbädern ist was Feines. Noch besser ist, dass man hinterher ungefähr drei Tage immer genug Platz um sich hat, da die Schwefelausdünstungen von der Haut für andere wie verfaulte Eier riechen. Selber merkt man es nach kurzer Zeit nicht mehr. Vorbei an Lipari erreichen wir die Insel Panarea. Das Schiff legt im Hafen von SanPietro an. Dort haben wir dann einen dreistündigen Aufenthalt, um den kleinen Ort zu besuchen oder schwimmen zu gehen mit schwarzem Strand unter den Füssen. Manche von unserer Gruppe haben auch das prähistorische Dorf Capo Milazzese um 1400 vor Christus datiert besucht. Der Weg dorthin beträgt so um die 45 Minuten, was uns bei der Wärme dann doch ein wenig zu anstrengend gewesen wäre. Am Nachmittag ging es dann wieder an Bord.

Um die kleine Inselgruppe von Panarea herum geht es dann nach Stromboli in den Hafen von Scari. Dort hatten wir dann Aufenthalt um uns den Ort anzuschauen. Hier hat man vom oberen Teil des Ortes einen schönen Blick auf die Segelboote, die vor der Insel ankern. Der einzige Nachteil ist das auf allen Inseln der Tourismus im Mittepunkt steht und somit ein Teil der alten Ursprünglichkeit verloren gegangen ist. Überall Läden mit Nippes und Sachen, die kein Mensch braucht. Das Schiff legt wieder an und wir können am frühen Abend wieder an Bord. Es gibt was zu Essen Maccaroni mit Thunfisch Tomatenragout mit schwarzen Oliven und Landwein dazu. Dabei umrundet das Schiff langsam die Insel und als es langsam dunkel wurde liegen wir vor dem aktiven Vulkan der so ca. alle 20 Minuten seine Lava ausspuckt. Ein absoluter Höhepunkt des Tages.

Nach knapp einer Stunde geht es zurück nach Milazzo. Unter dem klaren Sternenhimmel taucht am Horizont die Küste auf und gegen 23:30 Uhr legt das Schiff wieder im Hafen an. Um kurz vor eins sind wir dann wieder in unserer Unterkunft angekommen.

 

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