Eine Fototour Sizilien

Ich wurde jetzt das eine oder andere Mal auf meine Touren in Italien angesprochen, auch wegen des Reiseblogs und der Bilder meiner Ausflugsziele. Also warum nicht mal das das Schöne mit dem Vergnüglichen verbinden, eine Fototour Sizilien. Deshalb möchte ich mal eine Rundfrage starten. Wer hätte Lust zu einer 7-tägigen Fototour nach Sizilien. Einzig über das Gebiet müsste man sich einig werden, da es einfach zu viele Möglichkeiten dort gibt oder aber auch eine Rundreise. Auch noch mal auf den Spuren der Fernsehserie Commissario Montalbano könnte man machen. Ich bin da für alles offen. Neben der vielen kulturellen Dingen sollte auch ein wenig über das Fotografieren gesprochen werden. Langzeitbelichtung mit Filtern am Tag und ohne am Abend. Also falls dort Interesse herrscht und so Mitte Ende Mai 2015 oder September 2015 Lust dazu hat, möchte sich bei mir bis Mitte Januar 15 melden. Dann würde ich planen und auch die genauen Kosten beziffern können.  Also ich möchte die Gruppe nicht größer als 5  Personen  haben, damit wir in einem Kleinbus auch genug Platz finden.

Dantes Inferno

Dantes Leben begann zwar in Florenz, endete aber in Ravenna, wo er am 14.09 1321 seine letzte Ruhe fand. Er war ein großer Dichter und Philosoph der italienischen Sprache. Sein bekanntestes Werk war die Göttliche Komödie (Dantes Inferno), welche die Reise durch die Hölle schildert. Dantes Wirken und politische Arbeit spielte sich lange in Florenz ab, bis er zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Da er diese nicht bezahlen wollte, wurde er in Abwesenheit zum Tode durch Verbrennung verurteilt. Obwohl im oft angeboten wurde bei Bezahlung seiner Schuld und einer öffentlichen Abbitte zurück kehren zu dürfen, lehnte Dante ab. Er erkrankte später in Venedig und verstarb im September 1321 in Ravenna. Die Stadt Florenz versuchte im Laufe der Jahrhunderte mehrmals, Dante in der Stadt beizusetzen, was oft zu heftigem Streit zwischen Ravenna und Florenz führte. Florenz errichtete in der Basilika Santa Croce ein monumentales Scheingrab, das aber nach wie vor leer ist. Genau diese Reise durch die Göttliche Hölle wurde zu einem Teil von Dan Browns Inferno, in welchem sein Romanheld Robert Langdon den Spuren von Dantes Werken folgen soll. Das Werk spielt zwar in vielen europäischen Städten, hat aber ebenfalls in Florenz seinen Anfang.

 

Legendäre Reisen in Italien

Das ich gerne nach Italien reise sollte mittlerweile bekannt sein und so kam es das mir kürzlich ein Geschenk gemacht wurde. Der Bildband „Legendäre Reisen in Italien“ Verlag GEOSAISON Frederking & Thaler.

Es ist ein sehr aufwendig hergestellter Bildband in hochwertiger Verarbeitung. Die kurzen geschichtlichen Einleitungen eines jeden Kapitels legen das Hauptaugenmerk auf berühmte Reisende und deren Reisen nach und innerhalb Italiens im 18., 19. und frühen 20. Jahrhundert. Die Texte sind unterhaltsam geschrieben und vermitteln ein Eindrückliches und Lebendiges. Die vielen Bilder und Zitate laden zum Schmökern ein und nehmen die Leser mit in die Zeit der großen Italienreisen. So lassen sich Aussprüche und Beschreibungen von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Stefan Zweig, Hermann Hesse, Charles Dickens, Simone de Beauvoir, Mark Twain oder Virginia Woolf finden. Es sind herrliche Fotos aus jener Zeit dort zu finden, Zeitzeugen jener Tage und der Geschichte. Für Italienliebhaber wie mich ein richtig schöner Bildband. Die ganze Aufmachung von dem Buch, das Format, Papier, die Fotos, Satz und Grafik einfach alles zusammen mit den Geschichten aus jener Zeit. Gerade richtig, um unseren grauen Tagen ein wenig zu entfliehen, um ein bisschen „Kopfkino“ zu haben.

Commissario Montalbano und die alte Fabrik Teil 8

Im nun letzten Teil 8 fahren wir zu Commissario Montalbano und die alte Fabrik und Mànnara. Schon von weiten ist die Ziegelei Penna von der Küstenstraße aus, die von Sampieri nach Marina di Modica führt, zu sehen. Die Fernsehproduktion hat dort die Szenen an der Mànnara und der alten Fabrik gedreht. Der Ort spielte den Hintergrund für „Die Form des Wassers“ und in der Folge „Der Kavalier der späten Stunde“. Die leeren Bögen und der Überrest des Schornsteins tragen zur düsteren und geheimnisumwitterten Faszination des Ortes bei. Ich erreichte den Ort und war beeindruckt von dem Blick über die Küste und dann von den Ruinen der ehemaligen Ziegelfabrik. Es war eine blühende Industrie, in der Ziegel hergestellt wurden, um dann im gesamten Mittelmeerraum exportiert zu werden. Das Werk blieb eine Ruine nach einer Brandstiftung im Jahr 1924. Sie wurde nie wieder aufgebaut. Heute ist sie in die Natur eingebunden und mittlerweile ein Zielpunkt von Fotografen auf den Spuren von Commissario Montalbano. Gerade als einige Besucher und ich dort rumstöberten, traf eine Truppe dort ein die jene Kulisse für sich alleine haben wollten, um dort mit ihren Models Kalenderaufnahmen zu machen.  Nach einigen Diskussionen mit einem etwas impulsiven Fotografen haben wir unsere Aufnahmen in Ruhe zu Ende machen können, bevor die Crew anfing, dort Absperrungen und Sichtschutz aufzubauen. Nun ja ein begehrter Ort halt. Damit endet meine Reise zu den Drehorten der Serie um Commissario Montalbano.

 

Commissario Montalbano Drehorte Teil 7

Nie hätte ich gedacht, soviel wohlgemeinte Ratschläge oder auch Zustimmung zu meiner kleinen Serie um Commissario Montalbanos Drehorte zu bekommen. Gewachsen war die Idee schon zu Hause, meine Recherche war nicht so gut, wie ich gedacht hatte, aber ich habe die für mich wichtigen Orte gefunden. Auch hatte ich vor Ort oft nicht die Zeit, die ich gerne gehabt hätte, aber vielleicht werde ich dies ja nochmal aufnehmen.  Sizilien ist Italien und doch nicht Italien, man spricht italienisch aber Sizilien ist eine eigene kleine Welt. Das merkt man schon beim Anflug, egal ob es Palermo oder Catania ist. Der beeindruckende Blick auf den Ätna mit seinen oft Wolkenumhangenden Gipfel bekommt man einen kleinen Eindruck, was für eine Kraft in ihm steckt.  Wenn der kleine Airbus aus Hamburg auf der kurzen Landebahn von Catania dann ausrollt und man aus der Maschine aussteigt, habe ich oft das Gefühl alles hinter mir gelassen zu haben. Das ist nicht nur das Urlaubsgefühl, was man bekommt, sondern auch der einzigartige Duft von dieser Insel. Ich kann sehr gut verstehen, dass es den Commissario nie woanders hinzieht als auf seine Insel. Gut ab und zu muss er notgedrungener Weise den Flug nach Genua antreten, um Livia zu besuchen, aber viel schöner ist es, wenn sie zu ihm kommt.  Mein vorletzter Ausflug bringt mich über Siccli, dem Ort, wo das Kommissariat von Vigata im Film ist nach Tyndari. Scicli, mit dem Navi zu erkunden ist grausam. Man wird durch enge Gassen und Einbahnstraßen geführt, bis ich endlich die Piazza erreiche. Hier in der Fußgängerzone ist das Kommissariat von Vigata, jedenfalls von außen. Denn in den Räumen befindet sich das örtliche Rathaus von Siccli und kein Autoverkehr stört hier in der Fußgängerzone. Jetzt ist mir auch klar, warum immer ein Parkplatz vor dem Haus frei ist, wenn der Commissario oder ein anderer der Station kommt. Hier in dem Gebäude werden im ersten Stock auch die Aufnahmen von der Questura Montelusa gedreht. Da rückt der Bürgermeister mal ein paar Stunden beiseite und kann zu schauen, wie der Commissario wieder mal niedergemacht wird.

Doch bildet der Wallfahrtsort der schwarzen Madonna von Tyndaris den Hintergrund für die Schlusssequenz des Romans „Das Spiel des Patriarchen“ und der gleichnamigen Fernsehsendung. Immerhin so 280 Km und knapp dreieinhalb Stunden von Siccli entfernt. Im letzten Teil geht es dann um die Mànnara und der alten Fabrik.

 

Commissario Montalbano Teil 6

Im sechsten Teil von unserer Reise zu den Drehorten von Commissario Montalbano führt uns der Weg zuerst zum Schloss Donnafugata, prächtiger Wohnsitz aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, den einst der Baron Corrado Arezzo errichten ließ.  Hier ist in der Fernsehfassung der Wohnort des Mafiabosses Balduccio Sinagra. Sicher hat er dort auch diesen herrlichen Wein gleichen Namens Donnafugata genossen. Hier besuchte der Commissario das eine oder andere mal den Mafiaboss.

Eine andere eindrucksvolle Kulisse bildet die Chiesa San Gorgio in Modica. Ca. dreihundert Treppen führen von der unteren Straße zum Portal dieser Kirche, welche von Hochzeitswilligen Paaren gegangen werden, müssen bevor sie sich das Ja-Wort in der Kirche geben können. Die Straße vor der Kirche diente für die eine oder andere Szene in der Fernsehserie eine wichtige Rolle. Dort spielte die Kirche oft die Kulisse für Gespräche mit Mimi, oder am Geländer lehnend versucht der Commissario Livia das eine oder andere zu erklären.

Im nächsten Teil widme ich mich dann der herrlichen Kulisse der Siccli und Tyndari.

 

Commissario Montalbano in Punta Secca Teil 5

Jetzt war es soweit wir näherten uns dem Hause des Commissario Montalbano. Schon aus einiger Entfernung von Marina di Ragusa kommend ist der Leuchtturm des Ortes zu sehen. Wer kennt nicht den Anflug der Luftaufnahmen aus dem Vorspann der Fernsehserie. Noch ein paar Querstraßen und wir halten an dem kleinen Platz vor dem Haus, in dem der Commissario wohnt, jedenfalls in der Filmserie. An dem Haus hängt ein Schild mit der Aufschrift „La Casa di Montalbano“ Bed and Breakfast. Wer will, kann also hier in dem Haus seinen Urlaub verbringen. Einmal im Jahr mietet die Filmcrew diesen Ort, um dann dort die notwendigen Aufnahmen zu drehen. Luca Zingaretti badet im Meer, sieht dem Tanz einer sterbenden Möwe zu, findet hier ein totes Pferd, oder geht mit dem kleinen Kind der toten tunesischen Mutter spazieren. Hier auf der Terrasse des Hauses wird telefoniert und ausgiebig die Speisen von Adelina bei einem schönen Glas / Flasche Corvo genossen. Mal mit Lydia seiner dauerverlobten oder schönen Schwedin, aber auch mit der einen oder anderen schönen Frau. Wie bei der Verführung des Commissario in der Folge, die schwarze Seele des Sommers. Klar ist auch das man hier rund um den Kult von der Romanfigur von Andrea Camilleri ein wenig Geld verdienen möchte. Hier mit einem Restaurant in dem die beliebten Arancini von Adelina angeboten werden. Leider war die Gastronomie zu unserer Tageszeit noch geschlossen. Das war es schon wieder für heute im nächsten Teil geht es zum Wohnsitz der Sinagras.

Nicht nur Italien

„Schreibst Du eigentlich nur über Italien und wie lange bist Du im Jahr dort?“ Dies war eine Frage, die mir per Mail auf Bezug meines Reiseblogs gestellt wurde. Also wenn es nach mir gehen würde, könnte ich das ganze Jahr durch dieses faszinierende Land reisen und Berichte schreiben. Nein, ich bin, wenn es passt, zwei mal im Jahr dort, oder wenn ich halt einen Auftrag habe. Nur ich bringe mir soviel Material mit das ich auch noch länger darüber schreiben und berichten kann. Das will ich in diesem Blog halt auch tun.

Catania Altstadt

Woww was für eine Stadt ist Catania, wenn man den Fischmarkt verlässt. Aber das ist hier auf Sizilien sowieso ein Phänomen, egal wo man ist, die Geschichte schaut Dich aus jedem Gebäude an. Obwohl die zweitgrößte Stadt der Insel, unheimlich Dunkel auf mich wirkt, hat sich hier in den letzten 10 Jahren eine Menge getan. Der einstige Verkehrsknotenpunkt Rund um den Dom der heiligen Agathe wurde zur ansehnlichen Fußgängerzone umgebaut. Damit können sich die Touristen um das Wahrzeichen der Stadt dem römischen Elefanten und einem ägyptischen Obelisken sammeln.  Das Ganze ist ein Kunstwerk des Starbaumeisters Bernini aus Rom, aber das ist eine andere Geschichte. Wieso wirkt diese Stadt so dunkel? Das mag daran liegen das hier überall der schwarze Lavastein zum Bau der Gebäude und Straßen verwendet wurde. Die Präsenz von Militär, Polizei und Feuerwehr an diesem Tag, lag nicht an der Mafia, sondern einem Ehrengottesdienst im Dom.

Weiter schlendere ich durch die Hauptstraße Via Etnea und stoße auf die Überreste des Anfiteatro Romano. Anfang des 20. Jahrhunderts beim Abriss von alten Häusern entdeckt. Nach Recherchen soll es sich um eins der größten Amphitheater der Insel gehandelt haben, bevor es im Mittelalter zum Steinbruch verkam. Aus seinen Resten sind so manche Häuser entstanden.

Noch ein paar Schritte weiter erstreckt sich die grüne Oase der Stadt, der Park von Vincenzo Bellini, dem berühmten Komponisten der Stadt, der auch sein Grab im Dom der heiligen Agathe hat.

Zurück zum Piazza del Duomo schleichen wir nicht entlang der Hauptstraße, sondern in den kleinen verschlungen Gassen der Stadt. Vor einem Gebäude mit der Aufschrift Teatro Romano bleiben wir stehen.  Hinter der Fassade eröffnet sich inmitten der vielen Häuser herum das Teatro Romano. Im Museum gibt es die Geschichte Rund um das Theater und ich möchte auch niemanden mit langen Geschichten darüber langweilen. Aber auf die Ruinen dieses Theaters bauten die Stadtherren einfach neue Häuser, Baumaterial war ja genug vorhanden. Wenn Geldmittel frei werden, sagte man mir würden die Archäologen hier weiter forschen, wenn die Mittel alle sind, ist Pause. So ist das allgemein mit den unzähligen Naturschätzen auf der Insel.

Beeindruckend finde ich, wenn man abends durch die Stadt streift. Ich ärgerte mich kein Stativ mitgenommen zu haben. Mit der Hilfe von einer Mütze und  Jacke habe ich dann eine Unterlage gehabt, um Nachtaufnahmen zu probieren. Die Figuren an dem Dom bekommen einen ganz anderen Ausdruck wenn sie angestrahlt werden. Auch der Dom glänzt mehr als am Tage.

Catania Mercato

Es ist für mich immer wieder toll auf dies italienischen Straßenmärkte zu gehen. Sie haben wenig mit unseren Wochenmärkten zu tun, ähnel sich soweit, das dort auch Hersteller die Ware der Region anbieten.  Hier werden zur Abwechslung mal nur Gemüse und vor allen Dinge Fisch angeboten. Nur knapp 100m von unserem Hotel Aqua dell Arte entfernt erreichen wir den über die Stadt hinaus bekannten Pescheria, den angeblich schönsten Fischmarkt Siziliens. Nun im Umfang und länge von Fischangeboten kommt er dem in Palermo sehr nahe. Frische Seeigel, Muscheln, Dorade, Thunfisch, Stockfisch, Degenfisch, Meerbarbe, Tintenfisch, Garnele und dem Schwertfisch werden hier überall angeboten.

Am Rand findet man dann auch noch Gemüse und Fleischangebote (Huhn, Lamm, Innereien).

Manche Marktschreier sind fast wie in dem Musical Anatevka, der Milchmann Tevje (Wenn ich einmal Reich währe).

Dann haben wir noch die stillen Beobachter des Treibens auf dem Markt.

Aber es gibt auch ein wenig Gemüse zu kaufen, Artischocken und leckere Früchte. Zur unserer Zeit im April gab es leckere Orangen die wirklich saftig und Süß waren, nicht wie bei uns zur Weihnachtszeit, wo ich meistens ein entgleisen der Gesichtszüge habe. 🙂